Architektur

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Das Projekt

Die malerischen Altstädte von Krems und Stein sind für Bernhard Marte einfach großartig. Hier bauen zu dürfen, empfindet der Architekt als großes Geschenk. Die emotionale Nähe zu den Leistungen vergangener Jahrhunderte hat zu einem Entwurf geführt, der sich mit viel Fingerspitzengefühl in das Stadtbild einfügt. Der zentrale Akzent der Landesgalerie Niederösterreich ist ihre Drehung, die zwei Bewegungsrichtungen – zum historischen Stadtkern und zur Donau – an jenem Ort verbindet, wo der Besucher das Angebot der Kunstmeile Krems künftig erschließen wird.

Die Landesgalerie Niederösterreich öffnet sich dem Besucher mit weiten, lichtdurchfluteten Bögen, die den Auftakt des Museumsbesuchs bilden. Der Parcours umfasst 3.000 m² Ausstellungsfläche und führt durch den viergeschossigen Museumsneubau zum Präsentationsbereich im Untergeschoss, der die Landesgalerie Niederösterreich mit der Kunsthalle Krems verbindet.

Der zweistufige EU-weite Architekturwettbewerb und sein einstimmiges Ergebnis

Die hochkarätige Jury des EU-weiten Wettbewerbs beurteilte den Entwurf von marte.marte einstimmig als überzeugendste Antwort auf die Aufgabenstellung. Die Juryvorsitzende Elke Delugan-Meissl fasste die Qualität des Beitrags zusammen: „Mit großer Präzision wird ein Landmark, eine tänzerische Skulptur, geschaffen, die durch Signifikanz und Eigenständigkeit besticht, sowie den Stadtraum neu choreografiert. Das Projekt überzeugt durch ein gelungenes Verhältnis von Bebauung und Freiraum. Diese Spannung wird in der Gestaltbildung des Neubaus durch Verdrehung der Geschoße […] verstärkt. Innenraum und Umraum treten in Wechselbeziehung, lassen das Ausstellungsgebäude von jedem Blickpunkt neu erscheinen, eröffnen vielfältigste Blickbeziehungen für Besucher sowie für die Bewohner von Krems.“

Wettbewerbsart:                        offener zweistufiger Realisierungswettbewerb mit anschließendem Verhandlungsverfahren im Oberschwellenbereich (EU-weit)
Konstituierende Sitzung Preisgericht: 16. Juni 2014
Vorsitz Preisgericht: Arch. DI Elke Delugan-Meissl
Stellvertretender Vorsitz Preisgericht: Prof. Peter Baum
Jurysitzung Verfahrensstufe 1: 22. und 23. Oktober 2014
Anzahl der eingereichten Wettbewerbsprojekte: 59 Projekte
Jurysitzung Verfahrensstufe 2: 11. Februar 2015
Abschluss Verhandlungsverfahren: April 2015

Moderne Architektur und die Geschichte von Krems-Stein

 

 

Marte

Die Brüder Bernhard und Stefan Marte absolvieren ihr Architekturstudium in Innsbruck und gründen 1993 ihr Büro in Weiler, Vorarlberg.

Zahlreiche Wettbewerbserfolge und internationale Auszeichnungen belegen den Stellenwert des Büros. Aktuell im Bau sind neben der Landesgalerie Niederösterreich auch andere große Projekte wie das Ausstellungs- und Dokumentationszentrum der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin und die neuen Messehallen in Dornbirn.

Bei der Architekturbiennale in Venedig 2016 ist marte.marte als einziges österreichisches Büro mit einem Einzelbeitrag in der Hauptausstellung vertreten.

Ihre Werkschau „Appearing Sculptural“ des Aedes Architekturforum in Berlin tourt derzeit erfolgreich durch mehrere Städte in Deutschland und Österreich.

Das Besondere an den Bauten des Büros marte.marte ist der Grundsatz, Aufgabenstellungen immer neu zu denken. Die Entwürfe selbst sind geprägt von großem Verständnis für den jeweiligen Ort und dem ständigen Wunsch, sich auf das wirklich Wesentliche reduzieren zu wollen.

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Ansichten & Pläne

Die Landesgalerie Niederösterreich gliedert sich durch deren individuelle Drehung auf ganz besondere Art und Weise in die Umgebung an der Achse zwischen Krems und Stein, sowie zur Donau hin, ein.

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3.000 m² Ausstellungsfläche teilen sich auf vier Ebenen auf. Besonders Highlight wird künftig die Dachterrasse mit Blick Richtung Stift Göttweig sein. Außerdem wird es eine direkte, unterirdische Verbindung zur Kunsthalle Krems geben.

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