"Ich bin alles zugleich" - Selbstdarstellung als Suchen und Finden des Ich

„Ich bin alles zugleich“ thematisiert die künstlerische Selbstdarstellung in einem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Perspektiven und Deutungen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Der thematische Parcours nimmt in der revolutionären Selbstsicht Egon Schieles seinen Ausgang. Seit den Werken des niederösterreichischen Weltkünstlers fängt die Selbstsicht den Blick hinter die Fassade des Menschen ein und legt Rollenspiele, seelische Befindlichkeiten und künstlerische Strategien frei. Indem das repräsentative Selbstbildnis ausgedient hat, ist der Weg für den Blick der Moderne frei. Nun sind Künstlerinnen und Künstler vervielfacht, können sich in Grimassen verzerren, sich durch Lebensorte vertreten lassen oder sich in Heiligenfiguren oder Superstars wiedererkennen.

Dieser Blick auf das eigene Ich wird im ersten Obergeschoß der Landesgalerie von einem Aspekt zum nächsten führen, keinen Anfang und kein Ende haben. Jede/r Besucher/in wird die Ausstellung, deren zentraler Gedanke eine Einladung zur Selbstreflexion ist, in unterschiedlicher Weise wahrnehmen. Die Selbstdarstellung ist ein zentrales Thema der Landessammlungen Niederösterreich, wodurch ein hochklassiger Querschnitt des österreichischen Kunstschaffens entsteht, der durch wichtige Werke aus zahlreichen Museen und Privatsammlungen ergänzt wird.

Die Ausstellung wird Werke von Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Richard Gerstl, Irene Andessner, Renate Bertlmann, Adolf Frohner, Gelatin, Gottfried Helnwein, Birgit Jürgensen, Elke Krystufek, Hermann Nitsch, Arnulf Rainer, Oswald Tschirtner, August Walla u. v. a. vereinen.

„Ich bin alles zugleich“ – Selbstdarstellung als Suchen und Finden des Ich
25.05.2019–16.08.2020
Kuratiert von Christian Bauer

Ich1
Ich2
Ich3

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden