Ein Viertelfestival Niederösterreich-Projekt mit Schülerinnen und Schülern des BG Kremszeile

Was bleibt von uns? Und: Warum wir heute noch Museen brauchen

Ein Viertelfestival Niederösterreich-Projekt mit Schülerinnen und Schülern des BG Kremszeile

Die neue Landesgalerie Niederösterreich steht unter Beobachtung. Ihre zukünftigen Besucherinnen und Besucher, vierundzwanzig Elf- und Zwölfjährige aus dem Bundesgymnasium Kremszeile in Krems an der Donau, blicken gespannt auf die Webcam, die den Baufortschritt des neuen Museums zeigt. Die Schüler/innen beschäftigen sich in diesem Schuljahr intensiv mit den Themen Archäologie, Stadtplanung und dem Begriff des Museums. Zum Auftakt des Schulprojekts besuchen Kurator Günther Oberhollenzer, Architektin Doris Knoll und Kunstvermittlerin Lucia Täubler die Klasse von Jochen Sengseis, der sie in Bildnerischer Erziehung unterrichtet.

Kurator Günther Oberhollenzer

Sehr schnell wird klar, dass Museen Orte der Aufbewahrung und des Sicherns von Objekten sind, die Geschichten vergangener Zeiten erzählen. Besuche in zahlreichen Museen in Österreich und im Ausland werden aufgezählt und verknüpft mit Erzählungen aus dem letzten Urlaub. Ob ein Museum notwendig ist, heute noch, beantworten die Schülerinnen und Schüler eindeutig mit Ja!

Die Landesgalerie Niederösterreich ist den Jugendlichen auf jeden Fall vor unserem Besuch aufgefallen. Der imposante Bau direkt an der Schiffsanlegestelle hat mit den schrägen Wänden Eindruck hinterlassen. Die Architektur des Hauses und die Eingliederung in die Stadt thematisieren die Schüler/innen nur am Rande. Den Stadtraum werden sie im Rahmen des Projekts als Raumforscher/innen entdecken.

Ein alter Hafen der neue Geschichten erzählt

Dass am Ort der neuen Galerie ein mittelalterlicher Hafen gefunden wurde, daran erinnert sich ein Schüler aus Medienberichten. Ein Stück Geschichte, das als herausragender Fund, die Archäologie des Landes Niederösterreich noch beschäftigen wird. Welche Geschichten und Objekte werden von uns bleiben? Darüber werden die Schülerinnen und Schüler in den nächsten Einheiten grübeln und forschen. Zum Beispiel besichtigen sie gemeinsam mit dem Archäologen Franz Pieler die Baustelle und dürfen hinter die Kulissen der Arbeit eines Archäologen blicken.

Dass es Museen braucht, darüber sind sich die Jugendlichen also einig. Um zu sammeln und zu dokumentieren, zu erleben und zu erzählen. Und um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

BG Kremszeile

Fotos: Lucia Täubler

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