Kremser Schmidt

 
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Hintergründe zur Ausstellung

© Margot Pilz, Das letzte Abendmahl. Hommage à Kremser Schmidt, 1979
Fotografie, handbeschriebenes Unikat
84 x 110 cm 
Wien Museum

Informationen und Rahmenprogramm

Ausstellungsort

museumkrems
moderne Galerie im ehem. Dominikanerkloster
Körnermarkt 14
3500 Krems an der Donau

 

Öffnungszeiten

24. - 30. Juni 2018
Mi - So, 11.00 - 18.00 Uhr

 

1. Juli - 28. Oktober 2018
täglich, 11.00 - 18.00 Uhr

 

Preise

Erwachsene
einmaliger Eintritt im museumkrems, Dominikanerkirche exkl. Gozzoburg
€   7,50
Gruppen ab 15 Personen
einmaliger Eintritt in die museumkrems, Dominikanerkirche exkl. Gozzoburg 
€   6,00
Super-Kombiticket 
einmaliger Eintritt in folgende Kunstinstitutionen
Dominikanerkirche, Kunsthalle Krems, Karikaturmuseum Krems,
museumkrems, Forum Frohner, Ernst Krenek Forum
€ 18,00

 

Besucher unter 19 Jahren
einmaliger Eintritt im museumkrems, Dominikanerkirche exkl. Gozzoburg
freier Eintritt

 

Regelmässige Führung

An jedem Sonn- und Feiertag, 11.00 Uhr

 

Führung durch die Ausstellungen Weltberühmt in Krems. Vom Kremser Schmidt zu Padhi Frieberger im Museum Krems und Spaces. Eva Schlegel in der Dominikanerkirche Krems.

 

Familienführung

Jeden ersten Sonntag, 11.00 Uhr

Jeden ersten Sonntag bietet die Landesgalerie Niederösterreich eine Führung durch die Ausstellung Weltberühmt in Krems. Vom Kremser Schmidt zu Padhi Frieberger für die ganze Familie an!

 

Termine: 01.07.  |  05.08.  |  02.09.  | 07.10. 

 

Konzertreihe zum Jubiläumsjahr 2018

Ein Fest für Martin Johann Schmidt

 

Sonntag, 16.09.2018, 17.00 Uhr
LIEBE
MARTIN JOHANN SCHMIDT UND Wolfgang Amadé MOZART IM DIALOG
Podiumsdiskussion und Konzert
Piaristenkirche Krems (Piaristengasse 1, 3500 Krems)

 

Umrahmt von den beeindruckenden Altarbildern Martin Johann Schmidts und Mozarts wunderbarem Streichquintett C-Dur KV 515 diskutieren der Kurator der neuen Landesgalerie Niederösterreich, Günther Oberhollenzer, und der Musikwissenschafter Manfred Permoser mit Moderatorin Eva Maria Stöckler von der Donau-Universität Krems über Kunst als Ausdruck bürgerlicher Identitätsfindung.

 

Montag, 24.09.2018, 19.00 Uhr
GLAUBE
EIN FEST FÜR MARTIN JOHANN SCHMIDT
Festvortrag und Konzert
Pfarrkirche Krems St. Veit (Pfarrplatz 5, 3500 Krems)

 

Schmidts prachtvolle Deckenfresken im ‚Dom der Wachau‘ bestimmen auch das musikalische Programm dieses Chor-Orchester-Konzerts unter der Leitung von Alfred Endelweber. Am Vorabend von Martin Johann Schmidts 300. Geburtstag erklingt als Höhepunkt der musikalisch-festlichen Veranstaltungen mit „Ode for St. Ceciliaʼs Day“ HWV 76 von Georg Friedrich Händel eine Jubelhymne an die Schutzpatronin der Musik. Das Konzert wird eingeleitet durch einen Festvortrag der Kunsthistorikerin und Kulturwissenschafterin Elisabeth Vavra.

 

Donnerstag, 18.10.2018, 19.30 Uhr
HOFFNUNG
VON MOZART BIS GERSHWIN
Gesprächskonzert
Kloster UND (Undstraße 6, 3500 Krems)

 

Klaviermusik als Inbegriff bürgerlicher Musikpraxis für ‚Kenner und Liebhaber‘ etabliert sich im 18. Jahrhundert. Besonders das vierhändige Spiel zu zweit, das auch Mozart gerne pflegte, erfreute sich dabei großer gesellschaftlicher Beliebtheit. Diese von gehobener Unterhaltung und künstlerischem Anspruch bestimmte Qualität gilt ebenso für populäre Klaviermusik, wie etwa die legendären Melodien der ‚Rhapsody in Blue‘ von George Gershwin – interpretiert vom Klavierduo Egri & Pertis – zeigen. Sonderveranstaltung im Rahmen von „Kammermusik erklärt gehört – Gesprächskonzerte im Kloster UND“ der Ludwig Ritter von Köchel Gesellschaft Krems
In Kooperation mit: Ludwig Ritter von Köchel Gesellschaft Krems, Pfarre Krems St. Veit, Piaristenkirche Krems, Domfreunde Krems, KirchenTonArt Krems, Konzept: Severin Endelweber, Manfred Permoser und Alfred Endelweber

 

Information, Kartenreservierung, Kartenvorverkauf
Kulturamt der Stadt Krems, Körnermarkt 14,
, T: 02732 / 801-573
Öffnungszeiten: Mo-Do 7.00-12.00 Uhr und 13.00-16.00 Uhr, Fr 8.00-12.00 Uhr

 

Für Gruppen: Krems neu entdeckt!

Krems von (d)einer Seite kennenlernen: Martin Johann Schmidt braver Bürger und Stadtrat wird dem „Bürgerschreck“ Padhi Frieberger gegenüber gestellt. Neben den Werken der beiden Kremser begegnen uns andere Positionen aus Vergangenheit und Gegenwart. Ihre Malereien, Fotografien und Collagen bieten Gelegenheit, unserem eigenen Blick nachzugehen und mit anderen zu teilen. (Führungen 60 oder 90 Min.)

 

Empfohlen für Gruppen und Schüler/innen ab 6 Jahren bis zur Maturavorbereitung mit Schwerpunktsetzung Bildnerische Erziehung, Musikerziehung, Geschichte und Politische Bildung, Geographie und Wirtschaftskunde, Sachunterricht.

 

Führung jetzt buchen unter

 

Symposium Kremser Schmidt

In Zusammenarbeit mit dem Department für Kunst- und Kulturwissenschaften der Donau-Universität Krems findet in Krems und auf Stift Göttweig ein Symposium zum Kremser Schmidt statt.

 


KREMSER SCHMIDT - KUNST, WISSEN, ÖKONOMIE 
Symposium zum 300. Geburtstag von Johann Martin Schmidt (1718-1801)
24.-25.09.2018

 

Nähere Informationen zur Anmeldung finden Sie unter

 

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Vom Kremser Schmidt zu Padhi Frieberger

Der 300ste Geburtstag von Martin Johann Schmidt (1718-1801) ist Anlass für die Frage nach dem Kremser Beitrag zur internationalen Moderne. Mit dem Kremser Schmidt war ein überregionaler Künstler-Star im Geiste der Aufklärung in der Donaustadt angekommen. Zwei Jahrhunderte später wurde dieses Bild des anerkannten Bürger-Künstlers durch Padhi Frieberger (1931-2016) ins Gegenteil verkehrt. War Schmidt als Unternehmer, Stadtrat und barocker Künstlerstar der Spitze der Gesellschaft zuzurechnen, so wird zwei Jahrhunderte später Friebergers Welt zum Inbegriff des künstlerischen Widerstands.

 

Zwei weitere Kremser konnten im Grenzbereich zwischen Kunst und Wissenschaft Höchstleistungen vollbringen. Eine Generation nach Schmidt, der fast ein ganzes Leben in seiner Heimatstadt verbracht hatte, wurde Michael Wutky (1739-1822) zum leidenschaftlichen Italien-Reisenden. Er begab sich in Begleitung des englischen Naturwissenschaftlers William Hamilton bis an den Fuß des Vesuvs, um effektvolle Malereien aber auch präzise naturwissenschaftliche Zeichnungen des Vulkans anzufertigen. Josef Maria Eder (1855-1944), Photochemiker und Gründer der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, konnte von Krems aus eine beeindruckende internationale Karriere starten. Es gelangen dem Chemiker (in Zusammenarbeit mit Eduard Valenta) Pionierleistungen wie die photographische Verbreitung der Röntgenstrahlen und die Grundlagenentwicklung des Kinofilms in Zusammenarbeit mit den Brüdern Lumière.

 

Die Ausstellung wirft aber auch einen aktuellen Blick auf den Kremser Schmidt. Mit Werken von Margot Pilz sowie Helmut & Johanna Kandl wird die gesellschaftliche Relevanz der Bildwelt des „Letzten Barockkünstlers“ überprüft. Pilz stellt in der Photoserie „Hommage an Kremser Schmidt“ das Patriachat und seine Religionsvorstellungen in Frage und widmet die Arbeit dem neu erwachten Selbstbewusstsein der feministischen Künstlerinnen. Helmut und Johanna Kandl beschäftigen sich dagegen mit dem Gemälde „Junge Mädchen beim Wahrsager“, einem zentralen Hauptwerk des Künstlers und reflektieren dessen Mehrdeutigkeit.
 
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10x10 Eder_Fische_120dpi.jpg
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10x10 Helmut und Johanna Kandl_War's Hagar_150dpi.jpg
 
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Bildcredits

 

Martin Johann Schmidt, Selbstporträt (Detail), 1754 Aufbewahrungsort: museumkrems, Leihgabe der Privatstiftung Sparkasse Krems Foto: Peter Böttcher, Allhartsberg

 

Margot Pilz, Das letzte Abendmahl. Hommage à Kremser Schmidt, 1979 © Wien Museum

 

Josef Maria Eder und Eduard Valenta, Fische, 1896, aus der Serie: "Versuche über Photographie mittelst der Röntgen Strahlen" © museumkrems Foto: Peter Böttcher, Allhartsberg

 

Martin Johann Schmidt, Junge Mädchen beim Wahrsager, 1773 © Landessammlungen Niederösterreich Foto: Christoph Fuchs

 

Helmut & Johanna Kandl, War‘s Hagar?, 2017, Detail der künstlerischen Intervention zu „Junge Mädchen beim Wahrsager“ © Helmut & Johanna Kandl

 

Michael Wutky, Der Ausbruch des Vesuvs, um 1772-1782 © Landessammlungen Niederösterreich Foto: Peter Böttcher

 

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